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Erlebnispädagogik Hauptschule

Der Dschungel gleich vor der Tür- Eine Seilbrücke über die "Dombäke"

Wer seine innere Mitte nicht findet , sollte den Gleichgewichtssinn trainieren. Hinter der Schule liegt ein Bach, der hier durch ein kleines Waldgelände fließt. Hier spannten wir unsere Seilbrücke. Wenn es im Frühjahr oder Sommer die Temperaturen zulassen, gehen wir gern an diesen Platz. Leider kann man jetzt im Dezember nur sehnsüchtig an vergangene Tage zurückdenken. Doch wir freuen uns schon auf die Saison 2009.
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Erlebnispädagogik Hauptschule Klassenfahrten

Drei Tage Abenteuer – Die 5/6.Klasse macht eine Klassenfahrt zur Pfadfinderbildungsstätte Sager Schweiz

Es gab kein Programm, es gab Herausforderungen. Das Kochen am offenen Feuer gehörte dazu und der Aufbau einer Jurte für die Nacht. Das Anschleichen beim A zerschlagen und der Weg ganz allein durch die Nacht im Wald. Der Niederseilgarten, den man nur gemeinsam meistert und das Kistenklettern. Das Wetter war eine Herausforderung mit nassen Socken und Pfützen neben dem Schlafsack. Wir haben sie alle bestanden und Spaß dabei gehabt.

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Erlebnispädagogik Grundschule

Rollentausch

Dies war unser Wettkampf in Frau Fiedlers Klasse:
2 alte Zimmertüren, ein Seil und 5 Papprollen vom Teppichhändler waren das Material. 2 Mannschaften von je 3 Schülern traten gegeneinander an. Auf jeder Platte saßen zwei Schüler. Der Vordermann legte die Rollen vor die Türplatte, der Hintermann nahm die hinten herauskommenden Rollen und reichte sie dem Vordermann. Der dritte Schüler zog nach den Komandos der Rollenträger. Dennis, Nick und Tim hatten am Ende knapp gewonnen.wilmas-bilder-030-medium.jpg
An der Startlinie
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Das Rennen läuft

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Erlebnispädagogik Hauptschule

In den Wipfeln!

p1000318-small.JPGDrei Klassen der Jahrgänge 5-7 erlebten einen spannenden Tag im Kraxel-Maxel Kletterpark in Kirchhatten. Wir hatten den Wald für uns allein und jeder, bis auf den Letzten, hat ihn besiegt, den „inneren Schweinehund“. Am Ende konnte jeder seinen persönlichen Erfolg mit nach Hause bringen, ganz gleich, ob er in 3 oder 10 Metern Höhe zu finden war.
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Erlebnispädagogik Hauptschule Projekte/AG's Werken/Technik

AG-Schulhofgestaltung: Eine Freiluftklasse entsteht.

Einmal in der Woche treffen sich die Teilnehmer der AG-Schulhofgestaltung mit Herrn Schlecht und zimmern an einer neuen Freiluftklasse.
Kevin, Sebastian, Orkun, Dennis, Ferhat und Marius basteln  auf unserer Wiese,etwas abseits von der Schule, eine halbmondförmige Bank und eine Dreibeinhütte.
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Es ist manchmal nicht leicht, für sich die richtigen Aufgaben zu finden. Oft geht es nicht allein, ohne Hilfe. Wenn es hart auf hart kommt, müssen alle mit anpacken. Doch es geht vorran.
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Erlebnispädagogik Hauptschule

Wie die 7. Klasse dem A das Laufen beibrachte

 Erlebnispädagogischer Unterrichtsversuch zur Stärkung der Teamfähigkeit
Die 7. Klasse an einer Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung, das bedeutet immer einen Sack voller Probleme. Hier kommen zu den ohnehin vorhandenen Spannungen bei Förderschülern noch die Herausforderungen der Pubertät dazu: Die stürmische körperliche Entwicklung, die zeitliche und räumliche Erweiterung ihres Erlebnishorizontes, Kontakte mit Alkohol, Kriminalität und Drogen…. Während das Bedürfnis nach Anerkennung unter Gleichaltrigen wächst, wächst auch die Verunsicherung. Oftmals sind die Spannungen innerhalb der Klasse so stark, dass ein regulärer Unterricht kaum noch möglich ist.

Das Konzept:

Auf der Suche nach Beispielen für erlebnispädagogische Übungen zur Förderung von Selbstbewusstsein und Teamfähigkeit im Internet, stieß ich auf dem Landesbildungsserver Baden Württemberg auf eine Fotoserie:Hier wurde eine Übung vorgeschlagen, bei der ein Dreieck aus vertäuten Balken mit Hilfe von Seilen bewegt wird. Das Dreieck sollte dabei aufrecht gehalten werden, während ein Mitglied des Teams auf der Querstrebe (dem A-Strich) steht, ohne den Boden zu berühren. An der obersten Spitze sind drei Seile befestigt mit denen das ganze System kontrolliert werden kann.

Folgende Aktionen müssen koordiniert werden, um mit dem „A“ zu laufen:

  • Zwei Seile müssen seitlich und eins nach Hinten straff gehalten werden, damit das A steht.

  • Der „Reiter“ steigt auf die Querstrebe und geht dort auf die Seite des Beines, das zuerst stehen bleiben soll.

  • Die seitlichen Seile müssen koordiniert so gezogen, bzw. locker gelassen werden, dass sich ein Bein vom Boden hebt.

  • Das hintere Seil sichert das nach vorn geneigte A gegen das Umkippen

  • Der „Reiter“ verlagert sein Gewicht so, dass das angehobene Bein sich nach vorn bewegt, bis es wieder den Boden berührt.

  • Die seitlichen Seile müssen mit der Drehbewegung des A mitgeführt werden, so dass sie möglichst immer in Richtung der Querstrebe ziehen

  • Der „Reiter“ geht auf die andere Seite der Querstrebe

  • Die seitlichen Seile werden jetzt andersherum gezogen, bzw. locker gelassen, damit das andere Bein sich hebt.

  • Usw……

Die theoretische Abhandlung dieses Bewegungsablaufes ist zwar nicht gerade hilfreich, verdeutlicht jedoch die Komplexität des Vorgangs. Die Schüler sind über Balken und Seile unmittelbar miteinander verbunden. Die Aktion jedes einzelnen Teammitglieds wirkt sich direkt auf alle Anderen aus. Es funktioniert nur, wenn alle koordiniert mitmachen.

Die Umsetzung

Anlässlich eines vierstündigen Vertretungsunterrichts wurde die Idee verwirklicht. Die Aufgabe bestand darin einen Schüler mit Hilfe des Dreiecks aus Balken und Tauwerk über die Schulwiese „laufen“ zu lassen, ohne, dass dieser den Boden berührte. Tauwerk (3x20m, 2x10m) und Holz (2x3m, 1×1,7m)brachte ich von Zuhause mit. Wir entfernten alle Nägel und Metallteile von den Balken und trugen sie hinter der Schule.

Während ich das „A“ zusammenzurrte, nahmen die Schüler Kontakt mit dem Tauwerk auf. Spontan organisierten sie Seilspringen und Tauziehen.

 

Sobald alles für die geplante Aktion vorbereitet war, ging es um die Aufteilung der Gruppen und die Einteilung der Schüler zu den verschiedenen Tätigkeiten.

Es gab bis zu diesem Zeitpunkt noch keine klaren Vorstellungen wie die gestellte Aufgabe zu lösen sei. Dennoch richteten die Schüler das „A“ auf, der „Reiter“ stieg auf den Querbalken, alle sahen sich ratlos an und redeten durcheinander Probeweise wurde an den Seilen gezogen. Der Vorschlag tauchte auf: „Lasst uns was anderes machen! Das macht keinen Spaß!“

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Abbildung 1 Tauziehen als Aufwärmübung

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Abbildung 2 Das „A“ wird zum ersten Mal aufgestellt.

 

Das war der große Moment für einen Schüler, der sonst eher negativ auffällt. Wir wollen ihn Sven nennen. Sven hat immer dann Probleme, wenn er mal nicht der Sieger sein kann, wenn es nicht nach seiner Interpretation der Regeln geht und wenn er nicht so gut da steht. Dann verschließt er sich gegen jedes Argument, wird laut und manchmal auch handgreiflich. Selbst in einer Klasse mit 9 Schülern ist Sven nur in Begleitung eines Einzelförderers zu unterrichten.

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Abbildung 3 Wie soll es jetzt weitergehen? Solange jeder etwas anderes probierte konnte es nicht funktionieren

 

 

Und dann machte das „A“ seinen ersten Schritt: Sven hatte eine Idee. Diese Idee verfolgte er hartnäckig und redete auf alle ein, bis sie aus Überzeugung oder weil sie selbst keine bessere Idee hatten, seine Anweisungen befolgten: „Ein bisschen weiter nach hinten! Jetzt ziehen! Auf der anderen Seite locker lassen! Da hinten mitgehen! Geh auf die andere Seite der Strebe! …..“ Dann machte das A seinen ersten Schritt.

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Abbildung 4 Gleich hebt sich das rechte Bein

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Abbildung 5 Gleich hebt sich das linke Bein

 

 

Das „A“ kann laufen! Sobald die Schüler sahen, dass Svens Plan funktionierte, waren sie mit Begeisterung bei der Sache. Jetzt machten auch sie Verbesserungsvorschläge. Der nächste Schritt, dann noch einer. Das „A“ fing an zu laufen!

Sven sonnte sich in seinem Erfolg und zeigte sich großzügig und kompromissbereit. Für einen Moment hatte er die Gruppe kontrolliert, doch das „A“ machte auch ihn schnell zu einem Mitglied im Team.

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Abbildung 6 Der richtige Zug im richtigen Moment

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Abbildung 7 Man sieht, dass hier mehr beobachtet als blind gerissen werden muss

 

Das macht ja Spaß!

Jetzt wurde die Steuerung des Systems schnell immer weiter perfektioniert. Ein Schüler nach dem anderen wurde als Reiter auf die Querstrebe gestellt und es ging jedes Mal über den halben Fußballplatz bis auf eines der Torgerüste.

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Abbildung 8 Der Reiter lässt sich über den Platz tragen

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Abbildung 9 Mit einem eingespielten Team konnte das „A“ richtig Tempo aufnehmen

 

Fazit:

Ein Vorteil dieser Übung war es, dass sich die gesamte Aktion unmittelbar über dem Erdboden abspielte aber gleichzeitig das Element des Schwebenden und instabilen beinhaltete. Hier ließ sich hohe Sicherheit mit hohem Nervenkitzel vereinen. Dennoch bekommt der Reiter beim nächsten Mal einen Skaterhelm verpasst.

Der technische Ablauf schafft einen Zwang zum koordinierten Handeln. Kein Lehrer muss hier den Zeigefinger erheben, sondern der Sachzwang schmiedet die Gruppe zusammen.

Dass die Schüler mich am Ende des Unterrichts baten das Balkengerüst nicht zu zerlegen, sondern für weitere Stunden zur Verfügung zu halten, spricht für sich selbst.

Und wer verzichtete bis zum Schluss auf den Platz als Reiter? Wer ließ allen anderen den Vortritt, obwohl er sonst immer der Erste sein will? Richtig, das war Sven und allein für ihn hat sich diese Übung gelohnt.