Die Herstellung von Modellen spielt im Bootsbau seit jeher eine große Rolle. Ein Boot lässt sich als Modell einfach verstehen und betrachten. Nachdem wir im letzten Schuljahr “Hinrich” gebaut hatten, gibt es dieses Jahr das dazugehörige Modell. Alle Bauteile und Herstellungsprozeduren sind fast identisch zum großen Boot:
Es beginnt mit dem Zuschnitt von Planken und Steven (Bild 1). 2 Planken werden am Steven befestigt (Bild 2) und über einen Mallen gebogen (Bild 3). Hinten wird der Spiegel eingesetzt (Bild 4). Die Seiten werden so gehobelt, dass der quer geplankte Boden plan aufliegt und befestigt werden kann (Bild 5). Der Mallen wird durch Ruderbänke ersetzt und der Rohbau ist fertig(Bild 6).
Näheres zum Bau des großen Bootes auf dieser Seite: http://www.soulwood.de/?p=47
Herr Schlecht und Herr Blank verbrachten etliche Nachmittage mit der Renovierung des Werkraumes unserer Schule. Die Mühe hat sich gelohnt. Nicht nur für die Schüler ist das Arbeiten jetzt einfacher geworden.
Der Werkraum verfügt über eine zentrale Niederspannungsanlage, einen Schweißplatz mit Absaugung, eine Einrichtung zum Kunststofftiefziehen, einen liftbaren Bootshelling, Brennöfen für Emaille und Ton, Kreis- und Bandsäge, Ständerbohrmaschinen und natürlich das ganze Repertoir an Kleingeräten und Werkzeugen.
Die Wichern-Schule zeigt hier, dass sie dem praktischen Unterricht eine große Bedeutung für die Entwicklung ihrer Schüler beimißt.
Wie immer um diese Zeit wird es im Werkraum der Wichern-Schule noch geschäftiger als sonst. Auch die ersten Weihnachtstrucks wurden bereits gesichtet. Die Trucks sind aus recyceltem Massivholz und wurde komplett in unserer Werkstatt gefertigt. Die Radkästen des Fahrgestells sind mit dem Forstnerbohrer ausgeschnitten, die Räder mit der Lochsäge gefertigt und auf Achsen aus Nägeln genietet.
Einmal in der Woche treffen sich die Teilnehmer der AG-Schulhofgestaltung mit Herrn Schlecht und zimmern an einer neuen Freiluftklasse.
Kevin, Sebastian, Orkun, Dennis, Ferhat und Marius basteln auf unserer Wiese,etwas abseits von der Schule, eine halbmondförmige Bank und eine Dreibeinhütte.
Es ist manchmal nicht leicht, für sich die richtigen Aufgaben zu finden. Oft geht es nicht allein, ohne Hilfe. Wenn es hart auf hart kommt, müssen alle mit anpacken. Doch es geht vorran.
Als sogenannten “Brickfilm”, mit Legofiguren inszeniert, stellt die Klasse von Herrn Schlecht einen eigenen Trickfilm her. Der Film wird im Stopmotion-Verfahren aus einzelnen Fotos zusammengesetzt. Eine Webcam dient als Bildquelle. Auf dem ersten Foto sieht man die Drehbühne, auf der gerade am Bühnenbild “Das Elternhaus” gearbeitet wird. Ein Schüler bewegt die Figur, während der “Techniker” die Aufnahmen am Rechner steuert. Eine Vertonung wurde ebenfalls am Rechner realisiert.
Auf dem zweiten Foto sieht man Hänsel und Gretel, die soeben das Hexenhaus entdecken.
Das dritte Foto zeigt “Das Elternhaus”.
Hier eine erste Version des Films: “Hänsel und Gretel”
Alle hier verwendeten Materialien stammen aus dem Sperrmüll. Mahagoni-, Kiefern-, und Robinienreste wurden bei uns an der Kreissäge zu 2mm Sägefurnieren verarbeitet. Es entstand eine mit Tesafilm verklebte Furniermatte, die dann auf eine alte Schranktür geleimt und verschliffen wurde. Der Einfachheit halber bastelten wir uns Damesteine dazu.
Nachdem wir im Internet das interaktive Spiel http://www.lastexitflucht.org/againstallodds/ von der UNHCR gespielt hatten, bauten wir im Werkunterricht einen heruntergekommenen Kümo und einen Küstenwachenhubschrauber. Wenigstens in unserem Spiel sollten die Flüchtlinge gerettet werden.