Die Umstrukturierung der Grundschule, Projektunterricht, eine Intensivgruppe, und natürlich Organisationsfragen zum neuen Schuljahr; das waren die Themen, die wir im Tagungshaus des Wichernstifts am 2. und 3.8. behandelten. Das Team der Wichern-Schule freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit all seinen Partnern.
Nachdem wir uns im Oktober auf die Durchführung einer Erprobungsphase für projektorientierten Unterricht geeinigt hatten, nahmen wir uns heute die Zeit dieses Konzept weiter zu konkretisieren. Wir trafen uns unter der fachkundigen Leitung von Frau Dr. Warm im Kultur- und Tagungshaus MIKADO in Prinzhöfte. Da dieser Termin keine Übernachtung einschloss, kam der gesellige Teil leider zu kurz. Die Pilotphase für den Projektunterricht wird planungsgemäß nach den Osterferien starten.
Im Vegesacker Havenhaus hatte Frau Fiedler für uns einen Raum reserviert. Wir reisten mit der Fähre an, schlenderten über den Weihnachtsmarkt und aßen im Restaurant. Unvermeidlich, dass die Schule die Gesprächsthemen dominierte. Da kam das Gräulwichteln gerade recht, um alle einfach mal miteinander lachen zu lassen.
Fallbesprechungen und Förderplan, Tandemlehrer und Team-Teaching, Projekt- und Klassenunterricht , das waren die Hauptthemen, die Frau Dr. Warm an diesem Wochenende, in gewohnt professioneller Weise mit uns bearbeitete. Als wir am Freitag nach einem 12stündigen Arbeitstag zum geselligen Teil übergingen, half uns vor allem das Singen den Kopf wieder frei zu bekommen. Am Samstag ging es ebenso konstruktiv weiter. Danke noch einmal an Frau Richwien-Emken, deren Gastfreundschaft im “Haus Meerblick” uns allen wohl tat.
Eine der elementarsten Komponenten unseres Schulkonzeptes ist das Krisenbüro. Wenn Schüler nicht mehr am regulären Ablauf des Unterrichts teilnehmen können, werden sie mit einer Karte ins Krisenbüro geschickt und dort der liebevollen und kompetenten Obhut unserer Sozialpädagoginnen übergeben.
Die Architektin dieses Systems, Frau Bitzer-Schroeder, feiert in diesen Tagen ihr 15jähriges Dienstjubiläum. Das bedeutet, dass sie in 15 Jahren nicht nur für die Etablierung des Krisenbüros verantwortlich zeichnete, sondern auch, gemeinsam mit ihren Kolleginnen, für dessen Betrieb und Weiterentwicklung.
Um den Problemlagen unserer Schüler gerecht zu werden, nutzt sie ihre Qualifikationen als Schulmediatorin, Motopädagogin und Anti-Aggressivitätstrainerin ebenso wie ihre langjährige Berufserfahrung als Sozialpädagogin. In der Praxis jedoch, war es immer wieder ein verzweifelter oder wütend um sich schlagender Junge, dessen Vertrauen sie gewinnen musste. Unsere Schulleiterin, Frau Meyer-Folkerts, bedankte sich anlässlich einer Dienstbesprechung für dieses eindrucksvolle Engagement.
Auch Frau Denkena folgte dem Ruf an eine andere Förderschule. Als erfahrene Klassenlehrerin im Problembereich Hauptschule setzte sie sich engagiert für ihre Schüler ein. Dass ihre Klasse ihr heute einen Apfelbaum schenkte, den man ja bekanntlich auch dann noch einpflanzen soll, wenn morgen die Welt untergeht, ist symptomatisch für ihren unverwüstlichen Enthusiasmus.
Leider hatte Frau Wilms-Eilers heute ihren letzten Tag an der Wichern-Schule, da sie an eine andere Förderschule wechselt. Ihre Klasse bereitete deshalb unter der Leitung von Frau Bitzer-Schroeder ein kleines Puppenspiel vor. “Eine Insel mit drei Bergen” wurde von wilden Socken gespielt und als Zugabe gab es “Mana Mana”. Wir verlieren mit Frau Wilms-Eilers eine überaus engagierte Kollegin, die den Unterrichtsstil unserer Grundschule nachhaltig geprägt hat.
In dem 2006 beschlossenen Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen verpflichtet sich die Bundesrepublik Deutschland ein inklusives Schulsystem zu errichten, in dem der gemeinsame Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung der Regelfall ist. Dies wurde von Bündnis 90/ Die Grünen so interpretiert, dass sie im Niedersächsischen Landtag den Antrag stellten die Förderschulen mit dem Schwerpunkt ….. emotionale und soziale Entwicklung…….. ab dem Schuljahr 2010/2011 in die allgemeinen Schulen zu integrieren.
Um den Politikern ein Bild von der Größe dieses Vorhabens zu geben, und sie auf die damit verbundenen Probleme hinzuweisen, luden wir die lokalen Abgeordneten der im Landtag vertretenen Parteien zu uns ein und informierten sie über unsere Arbeit. Insbesondere machten wir darauf aufmerksam, dass auch jetzt bereits die Inklusion unserer Schüler in die allgemeinen Schulen das Hauptziel unserer Förderschule ist.
Nachdem wir bereits Besuch von Herrn Christian Dürr (MdL FDP) und Herrn Ansgar Focke (MdL CDU) hatten, machten Herr Axel Brammer (MdL) und Herr Helmut Hinrichs (Kreistagsvorsitzender LK OL) von der SPD heute den Abschluss derjenigen, die unserer Einladung folgten.
Auf den Fotos, die Herr Hinrichs freundlicherweise für uns machte, sieht man Herrn Brammer im Gespräch mit der Schulleiterin Frau Meyer-Folkerts und einigen Kollegen.
Seit einem Jahr berichtet diese Seite über die aktuelle Arbeit unserer Schule. 2353 Besucher aus 28 Ländern haben sich seither über uns informiert und über 14000 mal unsere Seiten angeklickt. Mehr als 110 Artikel wurden von fachkundigem Publikum gelesen. Das Niedersächsische Kultusministerium gehört ebenso zu unseren Besuchern, wie etwa das Landeshochschulnetz Baden-Wuerttemberg oder die Landesregierung Nordrhein-Westfalen.
Um uns eine Vorstellung von unseren Besuchern zu machen und die hier angegebenen Daten zu ermitteln benutzen wir Google Analytics. Hier die aktuelle Übersicht:
Anlässlich der Überreichung einer Urkunde durch unseren Geschäftsführer Herrn Emken, gab es heute eine kleine Feierstunde im Rahmen unserer wöchentlichen Dienstbesprechung. Die Schulkiosk-AG hatte belegte Brötchen vorbereitet, das Kollegium gratulierte.
Während der letzten 15 Jahre arbeitete Frau Meyer-Folkerts mit 66 verschiedenen Kollegen zusammen. Besonders ihr demokratischer Führungsstil und ihre Menschlichkeit im Umgang mit Schülern und Kollegen machen unsere Schule zu einem Ort an dem man sich aufgehoben fühlt.
In der Pfadfinderbildungsstätte in Sage führten die Techniklehrer Herr Schlecht und Herr Blank zusammen mit dem Bildungsreferenten der Einrichtung Herrn Kroschewski einen Bootsbauerworkshop durch. Hierbei kam der Helling der Wichern-Schule zum Einsatz. Das Baugerüst, dass die Bootsbau-AG der Schule in den Wochen zuvor angefertigt hatte, wurde zur Grundform für drei Dorys, die von den Pfadfindern in nur einer Woche gebaut wurden.
Es war der Abschied von einer verlässlichen Institution, als Herr Zielke heute in den Ruhestand versetzt wurde. Seine gelassene Art, sein trockener Humor und seine Ausgeglichenheit taten uns allen wohl. Dies zu würdigen, trafen sich einige Kolleginnen und Kollegen, Freunde und Angehörige zu einer Feierstunde.
Um uns zu zeigen, dass es ihm auch ohne uns nicht an Aufgaben mangeln wird, brachte Herr Zielke gleich seine Enkel mit.
Unsere Schulleiterin Frau Meyer-Folkerts und unser Geschäftsführer Herrn Emken hielten Ansprachen und übergaben Präsente. Das Kollegium brachte ein Ständchen, dazu gab es Suppe, Häppchen und einen Umtrunk.
“Auf Wiedersehen Herr Zielke!”
Am 01.02.2009 gab es ein Dienstjubiläum an der Wichern-Schule! Unsere Schulsekretärin, Frau Haack-Goldbohm, arbeitet seit 10 Jahren als unser „guter Geist“ im Schulsekretariat und erledigt seitdem sehr kompetent, gewissenhaft und zuverlässig ihre zahlreichen Aufgaben. In einer kleinen Feierstunde bedankten sich Schulleitung und Kollegium sehr herzlich bei Frau Haack-Goldbohm und wünschten ihr und sich noch viele weitere gemeinsame Jahre.
Neben einer Jubiläumsurkunde, einem Blumenstrauß und einem kleinen Präsent für Frau Haack-Goldbohm verlas die Schulleiterin Frau Meyer-Folkerts eine kleine Geschichte, die auf die zahlreichen Aufgaben der Schulsekretärin eingeht und hier zum schmunzelnden Nachdenken anregen soll…
Als Gott die Menschen erschuf, dauerte das ein ganzes Stück länger, als er sich das vorgestellt hatte. Als er daran ging, die Schulsekretärin zu erschaffen, musste er deshalb schon an seinem sechsten Tag Überstunden machen. Da erschien ein Engel und sagte: "Herr, Ihr bastelt aber lange an dieser Figur!" Der liebe Gott antwortete: "Hast Du die speziellen Wünsche auf der Bestellung gesehen?"
Sie soll pflegeleicht, aber nicht aus Plastik sein.
Sie soll 160 bewegliche Teile haben.
Sie soll mindestens zehn Dinge gleichzeitig erledigen können, trotzdem immer am Arbeitsplatz sein und stets lächeln.
Sie soll einen Rücken haben, auf dem sich alles abladen lässt, ohne dass sie wegen akuter Rückenschmerzen dienstunfähig wird.
Ihr Zuspruch soll alles heilen können, von der Beule bis zum Seelenschmerz.
Sie soll alles wissen und sechs Paar Hände haben.
Da schüttelte der Engel den Kopf und sagte: "Sechs Paar Hände? Das wird kaum gehen." "Die Hände machen mir keine Kopfschmerzen", erwiderte der liebe Gott, "aber die drei Paar Augen, die die Schulsekretärin haben muss."
"Gehören die zum Standard-Modell?" fragte der Engel. Der liebe Gott nickte: "Ein Augenpaar, das durch die geschlossene Tür ins Schulleiter-Zimmer blickt, um ohne Worte zu wissen, was der Chef will. Ein zweites Augenpaar im Hinterkopf, um zu sehen, was sie nicht sehen soll aber sehen muss. Und natürlich die zwei Augen hier vorn, um allen Schülern und Lehrern zu sagen: Ich verstehe dich, und ich habe Zeit für dich - ohne dass sie ein Wort spricht". Der Engel zupfte den lieben Gott sanft am Ärmel und sagte: "Oh Herr, geht schlafen, macht morgen weiter!"
"Ich kann nicht", meinte der liebe Gott, "denn ich bin nahe daran, etwas zu schaffen, das mich einigermaßen zufrieden stellt. Ich habe es bereits geschafft, dass sie sich selbst heilt, wenn sie krank ist, dass sie drei Telefonate gleichzeitig führen kann, einem Schüler eine Bescheinigung ausstellt, ein weinendes Kind tröstet und den Kopierer repariert."
Der Engel ging langsam um das Modell Schulsekretärin herum. "Zu weich", seufzte er. "Aber zäh!" sagte der liebe Gott, "du glaubst nicht, was sie alles leisten und aushalten kann."
"Kann sie auch denken?" fragte der Engel. "Nicht nur denken kann sie, sondern sogar urteilen, beurteilen und Kompromisse schließen", antwortete der liebe Gott, "und nichts vergisst sie!"
Schließlich beugte sich der Engel vor und fuhr mit einem Finger über die Wange des Modells. "Da ist ein Leck", sagte er. "Ich habe Euch ja gesagt, Ihr versucht zu viel in das Modell hineinzupacken."
"Das ist kein Leck", sagte der liebe Gott, "das ist eine Träne." "Wofür ist sie?" "Sie fließt bei Freude, Trauer, Enttäuschung, Schmerz und Verlassenheit."
Der liebe Gott blickte nun ganz versonnen und dachte daran, für wie wenig Geld eine Schulsekretärin das alles macht. Dann sagte er mitfühlend: "Die Träne, die ist das Überlaufventil." "Ihr seid ein Genie" sagte der Engel voller Bewunderung.
(Gefunden in "Bayrische Schule" 5/99)
Wieder einmal quartierten wir uns für ein Wochenende im schönen Tagungshaus des Wichernstifts ein und arbeiteten an Zielen und Methoden unserer Arbeit. Das Stichwort “Schulkonzept” umschreibt nur unvollständig, was dort geschah. Die Verbesserung der Berufsorientierung unserer Hauptschüler, eine bessere Strukturierung der Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern oder neue Finanzierungsmöglichkeiten, waren nur einige der Themen, denen wir unser Wochenende widmeten:
Auch in diesem Winter wollte unser Kollegium nicht auf eine “Kohlfahrt” verzichten. Leider musste die dazu gehörige Wanderung wegen Dauerregens abgesagt werden, doch das Essen schmeckte auch so. Schön, dass wir hier auch mit unseren neuen Kollegen ins Gespräch kommen konnten und es ein Wiedersehen mit jenen gab, die uns in diesem Jahr verlassen haben.
Die extremen Bedingungen, unter denen wir so manches Mal arbeiten , machen es erforderlich, dass wir uns als Team immer auf einander verlassen können. Um das zu gewährleisten führen wir Fachgespräche, halten Dienstbesprechungen und Konferenzen ab, führen Supervisionen durch und gehen gemeinsam essen. Keine Frage, was am meisten Spaß macht…..