Wichern-Schule Ganderkesee

Aus der Arbeit unserer Schule

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Da Sperrholzplatten eine handelsübliche Länge von 2,44m haben, müssen wir, um Seiten von ausreichender Länge zu gewinnen, zwei Platten mit einer Lasche verbinden. Auch der Spiegel wird aus einem Stück Sperrholz und zugeschnittenen Harthölzern verleimt und verschraubt.  Doch nicht nur das Boot beginnt zu wachsen. Auch die Bootsbauer werden langsam zum Team:


In der Pfadfinderbildungsstätte in Sage führten die Techniklehrer Herr Schlecht und Herr Blank zusammen mit dem Bildungsreferenten der Einrichtung Herrn Kroschewski einen Bootsbauerworkshop durch. Hierbei  kam der Helling der Wichern-Schule zum Einsatz. Das Baugerüst, dass die Bootsbau-AG der Schule in den Wochen zuvor angefertigt hatte, wurde zur Grundform für drei Dorys, die von den Pfadfindern in nur einer Woche gebaut wurden.


Nachdem der “Helling”(das Baufundament) fertig montiert war, machten wir uns ans Ausschneiden der Mallen (Formschablonen). 7 Trapeze aus 18mm Sperrholz wurden nach Plan mit der Handkreissäge ausgesägt und auf den Helling gesetzt. Mit einer dünnen Leiste (Stracklatte) verbunden, zeigen sich hier die ersten Umrisslinien des Bootes:

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“Stahl”, das Boot aus Deutschlands dunkler Vergangenheit, hat uns kein Glück gebracht. Der 73 Jahre alte Riemen-Vierer aus 4mm versprödetem Mahagoni war nicht mehr zu retten. Ende Februar haben wir ihn abgewrackt.  Riemen, Rollsitzeinrichtungen und Ausleger wurden natürlich aufbewahrt, um sie eventuell anderweitig zu verwerten.

“Amanda” hieß eine junge Dame, die unseren Johann Hinrich Wichern ganz wesentlich zu seinen späteren Taten inspirierte. Mit 27 Jahren heiratete er sie und sie hatten zusammen 8 Kinder.  Das soll für die Bootsbauer ein gutes Zeichen sein und wird daher der Name für unser zweites Neubauprojekt nach “Hinrich”. Das Gloucester Light Dory  hat bereits einen eigenen Bauhelling im Werkraum und wird nächste Woche auf Kiel gelegt. Die Bilder zeigen  den neuen Helling für “Amanda”und den traurigen Rest von “Stahl”.

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Nach dem Innenausbau und der Lackierung sehen die Modelle schon fast wie echt aus:


Die Herstellung von Modellen spielt im Bootsbau seit jeher eine große Rolle. Ein Boot lässt sich als Modell einfach verstehen und betrachten. Nachdem wir im letzten Schuljahr “Hinrich” gebaut hatten, gibt es dieses Jahr das dazugehörige Modell. Alle Bauteile und Herstellungsprozeduren sind fast identisch zum großen Boot:

Es beginnt mit dem Zuschnitt von Planken und Steven (Bild 1). 2 Planken werden am Steven befestigt (Bild 2) und über einen Mallen gebogen (Bild 3). Hinten wird der Spiegel eingesetzt (Bild 4). Die Seiten werden so gehobelt, dass der quer geplankte Boden plan aufliegt und befestigt werden kann (Bild 5). Der Mallen wird durch Ruderbänke ersetzt und der Rohbau ist fertig(Bild 6).

Näheres zum Bau des großen Bootes auf dieser Seite: http://www.soulwood.de/?p=47


Heute, am 27.5. 08, begann die Bootsbau-AG mit den Arbeiten an dem alten Ruderboot “Stahl”. Zunächst wurde unter viel alter Farbe und etlichen Flicken die alte Substanz wieder zum Vorschein geholt. Wie es aussieht muss über die Hälfte des Unterwasserschiffes erneuert werden. Wir haben einen langen Weg vor uns……

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Auf die Klassenfahrt ans Große Meer nahm die 7. Klasse “Hinrich” das neueste Werk der Bootsbau-AG mit.

Herr Kühme, der die Klasse von Frau Diekmeier begleitete, stellte freundlicherweise den Anleger seines Wochenendhauses zur Verfügung.img00120-small.JPG

Hier sieht man den Riemnen-Vierer “Stahl” von 1936. Das Boot, das ursprünglich dem Oldenburger Ruderverein “ORVO” gehörte, ist eine Spende an die Schule. Zur Zeit ist es in einem sehr schlechten Zustand und soll von der Bootsbau-AG der Schule renoviert werden. Ob es zum Grundstock einer eigenen Ruderabteilung unserer Schule wird, ist noch offen.stahl-011-small.jpg

img_0010-small.JPGHinrich“

Ein Plattbodenruderboot

Länge: 5m

Breite: 1,12m

für 2-4 Personen

 

Das Boot wurde von der Bootsbau-AG der Wichern-Schule Ganderkesee mit tatkräftiger Unterstützung mehrerer Hauptschulklassen in 2 Monaten gebaut. Die Seiten sind aus Fichtenschalholz 21mm gehobelt. Der Boden ist aus Nut- und Federbrettern, Kiefer 22mm. Das Boot läßt sich mit einem kleinen PKW-Anhänger problemlos transportieren und ist für alle geschützten Gewässer geeignet.